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Irgendwie dazwischen

Irgendwie dazwischen oder: das mit Percy von Sabine Nagel

*beinhaltet Affiliate-Links – Buchwerbung (kostenloses Rezensionsexemplar)


Dieses Buch ist anders, es ist bewegender und tiefgründiger. Es ist ein Jugendbuch und ich denke alle Jugendlichen, die Probleme bei der Selbstfindung haben und einfach anders sind, wird diese Geschichte guttun. Sie gibt Hoffnung und sie zeigt, dass man so geliebt werden sollte, wie man ist. Wenn jemand etwas anderes behauptet, dann liegt er falsch. Ich danke der Autorin für das kostenlose Rezensionsexemplar. Das Cover sieht schön aus und passt hervorragend zur Geschichte.

Irgendwie dazwischen oder: das mit Percy von Sabine Nagel

“Er wählt seine Worte immer mit Bedacht, wenn er was von sich preisgibt. Aber zwischen diesen Worten ist noch so viel mehr. Er müsste kaputt sein. Zerbrochen. Doch er ist es nicht. Es weht eine steife Brise, aber er steht hier neben mir im Watt, er ist ein bisschen größer als ich und hat breitere Schultern, als ich dachte. Er hat mich mitgenommen an seinen Platz. Er hat gewusst, dass es mir gefällt. Ich nehme seine Hand. Sie ist warm. Er zieht sie nicht weg. (Zitat: E-Book Pos.2482)

Klappentext:

Drei Wochen im Herbst 2009. Für Manu und Percy geht es in diesen Tagen um alles, was sie sind und was sie waren. Aber sie haben einander, vielleicht jedenfalls, wenn man es bloß genau wüsste, wenn man sich doch nur sicher sein könnte.
Für Manu wäre es am besten, wenn die Zeit stehen bliebe. Denn alles ist eigentlich ganz gut so, wie es ist. Zwar ist Manus Mutter entweder völlig überdreht oder liegt leidend im Bett, doch damit kommt Manu klar, nicht zuletzt wegen der Freundschaft zu Phil, Tom, Lenny und Steffen.
Dann aber begegnet Manu dem verschlossenen Einzelgänger Percy, der eine Schreibschwäche hat und nie was sagt. Wer hätte gedacht, dass Percy plötzlich für Manu so wichtig wird? Manu beginnt, sich selbst Fragen zu stellen. Vor allem deswegen, weil es mit Percy so anders ist als mit Phil oder den anderen. Aufregend. Neu.
Wenn das mit Percy nur nicht alles durcheinanderbringen würde, was Manu bisher von sich selbst dachte, dann könnte es auch schön sein.

Veröffentlichung:

Irgendwie dazwischen ist am 29.10.2021 als E-Book und Taschenbuch (272 Seiten – BOD-Verlag) erschienen.

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Bewertung:

Dieses Buch macht traurig, aber auch hoffnungsvoll und es macht Lust auf mehr solche Bücher. Die Themen, die darin angesprochen werden, betreffen jeden. Jeder wird irgendwann konfrontiert damit und wenn es nur im weiten Bekanntenkreis ist. Hier geht es aber um die Kindheit von 2 Jugendlichen und was diese Probleme mit ihnen gemacht haben. Genau sie mussten sich treffen, um wieder heilen zu können und um festzustellen, dass sie nicht an allem schuld sind. Percy weiß das schon. Er reflektiert alles viel besser und doch leidet er unter seinem eigenen „Ich“, obwohl dieses völlig ok ist und wahrscheinlich sogar besser, wie so manch anderes.

Die Geschichte ist ruhig und doch voller Auf und Ab’s. Sie geht unter die Haut und regt zum Nachdenken an. Manu hat es nicht leicht mit den Eltern, Percy hingegen, nicht mit sich selber. Manu und Percy verstehen sich ohne Worte und jeder wartet, bis der andere bereit ist zu reden. So etwas haben beide noch nicht erlebt und doch fühlt es sich an, als ob es schon immer so gewesen wäre. Eben genau richtig. Man kann es als Liebesgeschichte sehen, aber vielmehr ist es ein Aufwachen und ein Zeigen der Gefühle. Das schaffen beide nur miteinander. Was Percy nicht schreiben kann, kann Manu oft nicht aussprechen, weil die eigene Wahrnehmung nicht mehr ganz stimmig ist.

Ich werde in dieser Rezension nicht auf die einzelnen Protagonisten extra eingehen, denn das würde zu viel von der Geschichte verraten. Es fiel mir jetzt schon schwer, durch einfache Worte, nicht das Geheimnis zu verraten, von dem ich während des Lesens so richtig überrascht war. Ich habe an der Stelle, an der es offensichtlich wurde, innegehalten und nachgedacht, ob ich etwas überlesen habe, ob ich nicht aufmerksam genug war. Danach habe ich zurückgeblättert und tatsächlich ging es am Anfang nicht aus dem Text hervor und das will ich dem zukünftigen Leser nicht verderben.

Schreibstil:

Irgendwie dazwischen ist flüssig zu lesen. Leicht will ich hier nicht schreiben, da es kein leichter Inhalt ist. Es gehört zum Alltag, dass es Menschen gibt, die anders sind und doch werden diese immer wieder schlecht behandelt oder, was noch schlimmer sein kann, falsch, wie in Percys Fall. Der Text fühlt sich genauso leise an, wie die beiden miteinander umgehen. Ohne viele Worte. Die Geschichte wird aus Manus Sicht, in der Ich Perspektive erzählt und aus Percys Sicht, in der 3. Person, was am Anfang etwas verwirrend war, aber nach einer Weile hat sich das eingespielt, außerdem wird die eigentliche Handlung von Manu erzählt.

Empfehlung:

Irgendwie dazwischen kann ich allen empfehlen, die gerne Bücher mit schwierigen Themen lesen. Alle, die Jugendbücher mögen, sind hier ebenfalls richtig und alle, die Themen wie Depressionen, Hochbegabung, Geschlechtsidentität und Pubertät im Allgemeinen, interessiert, sollten ebenfalls zu diesem Buch greifen. Es ist keine Geschichte, die man vor Spannung nicht mehr aus der Hand legen kann, es ist vielmehr etwas zum Nachdenken. Eine Story mit nicht perfekten Protagonisten, die oft lieber nichts sagen, als zu viel und denen die Stille einfach mal guttut. Das Ende ist eher offen und man muss sich selber ein Bild machen, wie es sein könnte.

Ich gebe irgendwie dazwischen, 5 von 5 Sterne, 

weil es einfach mal etwas Anderes war und weil ich es genossen habe, eine Geschichte ohne perfekte Protagonisten zu lesen. Eine Story, die einfach dem wahren Leben entsprungen ist. Es gibt viele Jugendliche, die mit ihrem Leben nicht im Reinen sind und manchmal finden sich zwei solche und können dabei heilen. Ich denke genau so etwas brauchen sie. Jemand, der sie versteht und so nimmt wie sie sind. Eine tolle Geschichte über innere Zerrissenheit, erste Liebe, Mut und 2 junge Menschen, die ihren Platz im Leben noch finden müssen.

Irgendwie dazwischen

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Ich wünsche euch einen schönen Tag.

Nicole

Hier geht es zu meiner letzten Rezension.

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4 Kommentare

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