Hexen und Prinzessinnen
Rollenverteilung für Hundebesitzer
Hundeabteilung,  Hundeerziehung,  Hundeverhalten

Wer bin ich für meinen Hund – Rollenverteilung für Hundebesitzer

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Die Überschrift hört sich etwas kurios an, oder? Aber dieser Bereich ist enorm wichtig für die Erziehung eines Hundes. Eigentlich sollte die Frage lauten: „Wer bin ich für meinen Hund und was ist der Hund für mich?“. Viele stellen sich diese Frage nicht, denn es ist ja klar, der Hund ist ein Familienmitglied und wird auch so behandelt.

Rollenverteilung für Hundebesitzer

Ich habe euch in dem Beitrag über Dominanz schon mal erzählt, dass Wölfe in einer Hierarchie leben. Das bedeutet nicht, dass sie unterdrückt oder ständig gemaßregelt werden. Das bedeutet nur, dass sie besteht und es ein Oberhaupt gibt. Auch Hunde wollen gerne so leben, zumindest einige von ihnen. Ist das nicht der Fall, übernehmen sie und dann hat man oft ein Problem bzw. ist der Hund mit der Rollenverteilung überfordert und will das eigentlich gar nicht. Deshalb stellt man sich die Frage, die in der Überschrift steht. Viele antworten darauf, dass der Hund ihr Freund, ihr Partner oder sowas Ähnliches wie ein Kind ist. Das ist in vielen Fällen völlig ok und wenn alles harmonisch verläuft, dann kann man das auch so lassen.

Doch was ist, wenn man Probleme mit dem Hund hat, wenn dieser respektlos ist oder gar übergriffig. Wenn er Besuch nicht mehr hereinlässt oder auf dem Spaziergang macht, was er will. Dann muss man sich über seine Rolle klar werden. Man kann in verschiedenen Situationen in verschiedene Rollen schlüpfen, nur muss man diese auch zeigen. Natürlich wollen viele nicht sagen „ich bin der Chef“, das ist veraltet, glauben sie und hört sich doof an. Es gibt aber auch faire Chefs, die gut führen können und vielleicht möchte man einfach so einer sein. Man kann sich auch tolle Alternativen überlegen. Man kann der König oder die Königin sein, man kann sich Kaiser oder Kaiserin nennen oder einfach ein Familienoberhaupt. Ganz egal wie man es nennt, das Mindset dazu muss passen.

Rollenverteilung für Hundebesitzer

Wie setze ich das um? – Rollenverteilung für Hundebesitzer

Ihr müsst in eurer Rolle aufgehen und sie mit Körper, Geist und Seele umsetzen. Die Rollen können sich in verschiedenen Kontexten ändern, sollten aber immer authentisch sein. Zu Hause auf dem Sofa kann man der Freund sein. Wenn es um Grenzen und Abmachungen geht, ist man das Oberhaupt. In den Situationen, in denen man Probleme hat, muss man meist eine andere Rolle einnehmen, aber bedenkt, Probleme draußen, beginnen oft schon zu Hause.

Eure Rolle müsst ihr fühlen und mit eurer Körpersprache auch zeigen. Dies ist manchmal ein längerer Prozess, aber es funktioniert und der Hunde sind überwiegend leichter lenkbar, wenn sie merken, dass es ihr Mensch ernst meint. Unsere Hunde können jede Gefühlsregung an uns sehen und riechen, sie merken, wenn wir unsicher sind, wenn wir schlechte Laune haben und wenn wir in unserer Rolle nicht ehrlich und authentisch sind. Habt ihr einen schlechten Tag, dann versucht nicht, etwas zu vermitteln, was ihr nicht könnt, denn sie werden es merken.

Was euch helfen kann, die Rolle des Königs oder der Königin einzunehmen:

  • Lockerer, aber bestimmter und aufrechter Gang
  • Training, nur wenn man auch selber bereit dazu ist, fehlt die Motivation, wird auch der Hund nicht motiviert sein
  • Positive Formulierungen (z. B. mein Hund schafft es heute, an lockerer Leine zu gehen)
  • Seid nicht unfair und lernt, euren Hund zu verstehen (Körpersprache, Mimik, Verhalten)
  • Seid euch auch eurer Körpersprache bewusst (ich kann den Hund nicht zu mir einladen, wenn ich eine bedrohliche, nach vorne gebeugte Haltung habe)
  • Mindset (Training und Umgang mit dem Hund beginnt im Kopf, in meinen Gedanken und meiner Einstellung)
  • Was wollt ihr erreichen (klare Zieldefinitionen)
  • Selbstbewusstsein und Sicherheit vermitteln

Ich hoffe, ich konnte euch etwas näher bringen, was es mit der Rollenverteilung für Hundebesitzer und dem Mindset im Hundetraining auf sich hat. Wenn ihr also in Zukunft von nonverbaler Kommunikation lest, dann gehört auch dieses Thema dazu. Natürlich kann man darüber sehr viel mehr lernen, aber wenn man sich erst einmal seiner Rolle bewusst ist, und diese dann auch eventuell ändert, ist schon viel getan.

*Buchtipp

Viel Spaß beim Rollenwechsel.

Nicole

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