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Mütter und ihre Kinder – die Sichtweisen

Welche Sichtweisen habt ihr wenn es um eure Kinder geht? Steht ihr immer voll und ganz hinter ihnen, hinter ihren Entscheidungen und hinter ihrem Verhalten? Das würde mich wirklich mal interessieren. Denn entweder verstehe ich es nicht oder die anderen. Es gibt viele verschiedene Ansätze, wie man seine Kinder erzieht und ich verurteile niemanden. Jeder soll es so machen, wie er es für richtig hält. Solange die Kinder nicht zu Schaden kommen, ist doch alles ok. Hauptsache das Ziel und das Ergebnis ist zufriedenstellend.

Mütter und ihre Kinder – die Sichtweisen

Wie bereits geschrieben, ich bin nicht so eine, die ständig an anderen Müttern herum nörgelt, sie solle es so oder so machen. Eher habe ich manchmal das Gefühl, ich mache es falsch und die anderen richtig. Ich zweifle oft an mir und glaube, nicht gut genug zu seine. Aber es gibt Denkansätze und Sichtweisen, die ich einfach nicht verstehen kann.

Ich stehe hinter meinen Kindern, wenn sie mir etwas sagen, dann nehme ich es ernst und würde sie auch verteidigen. Aber es gibt Situationen, wo Kinder schlichtweg falsch handeln und darauf muss man sie hinweisen. Wenn mein Kind, ein anderes Kind verletzt, verbal, körperlich, ganz egal oder sich falsch gegenüber anderen benimmt, dann sage ich es ihm. Ich rede mit dem Kind und mache ihm klar, dass es so nicht geht und man das nicht macht. Vielleicht schimpfe ich auch, weil ich es evtl. schon sehr oft gesagt habe. Auch wenn meine Tochter sagt, dass der Andere dies und jenes gemacht hat, dann erkläre ich ihr, dass man trotzdem nicht böse ist oder was auch immer vorgefallen ist. Kommt natürlich auf die Situation an.

Ebenso werde ich bei der Mama des anderen Kindes zugeben, dass meines etwas falsch gemacht hat. Vielleicht weise ich sie auch darauf hin, dass sie doch auch mal mit ihrem Kind reden soll, da es ja einen Grund gab, warum etwas passiert ist. Aber ich streite doch in diesem Moment nicht mit einem anderen Elternteil und stehe hinter meinem Kind, obwohl ich weiß dass es nicht richtig reagiert hat.

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Kinder verstehen

Warum machen das andere nicht – Sichtweisen

Mir ist bewusst, dass nicht alle Eltern gleich sind und dass jeder vieles anders sieht. Aber es gibt doch gewisse Charakterzüge, die man etwas feilen muss, damit die Kinder später keine Probleme haben. Damit sie fair mit ihrem Gegenüber umgehen können und damit sie lernen, dass es sich nicht immer nur um “mich” dreht. Sehe ich das so falsch?

Es gibt einige Vorfälle über die ich immer wieder den Kopf schütteln muss und da sie nicht mich oder meine Kinder betreffen, kann ich das wirklich neutral beurteilen ohne Wertung. Teilweise kenne ich nur die Kinder und nicht die Eltern. Ich kenne nur die Geschichten dazu. Von daher bin ich nicht voreingenommen und werte auch nicht.

Beispiel – Sichtweisen

Wenn ein Nachbarskind A zu dem anderen Nachbarskind B sagt, dass sie doch auch mal in die Tanzgruppe kommen soll. Dieses Mädchen B, kommt der Einladung nach, steht natürlich in ihrer ersten Stunde voll im Mittelpunkt und ist hinterher auch richtig begeistert. Sie will in Zukunft ebenfalls dort hingehen. Das Mädchen A findet das aber überhaupt nicht mehr so toll, weil die Aufmerksamkeit anscheinend nicht mehr ihr galt und sagt ihrer Mama, dass sie nicht will, dass B dorthin geht. Die Mama schreibt daraufhin der anderen Mama eine Nachricht, mit der Bitte, dass sie ihr Kind B nicht in die Stunde schicken soll.

Was würdet ihr machen? Ich war wirklich perplex über diese Vorgehensweise. Wenn A mein Kind wäre, würde ich ihr sagen, dass sie doch B eingeladen hat. Somit muss sie jetzt auch akzeptieren, dass diese in Zukunft ebenfalls dorthin geht. Liege ich da falsch? Ich kann diese Geschichte immer noch nicht glauben. Muss ein Kind nicht lernen, dass sich nicht alles um seine Person dreht?

Sommeranfang
das Richtige tun ist manchmal schwer

Miteinander nicht gegeneinander

Ich habe noch mehrere solche Beispiele auf Lager. Will aber hier nicht alle vertiefen. Wie geht ihr damit um, wenn euch euer Kind erzählt, dass sie von der Mama einer Freundin geschimpft wurde. Ganz ehrlich, wenn ich die Mama gut kenne und mag, dann sage ich meistens “die wird schon ihren Grund gehabt haben”. Wenn ich die Mama nicht so gut kenne, dann frage ich warum und wenn mir meine Tochter dann erzählt, dass sie Unfug gemacht haben, dann sage ich ihr den gleichen Satz. Sollte sie mir etwas anderes erzählen, dann frage ich die Mama und setze nicht automatisch voraus, dass mein Kind die Wahrheit sagt, bzw. die Situation richtig erfasst hat, denn Kinder sehen das oft mit anderen Augen. Oftmals ist ein “Jetzt hört aber auf”, schon ein schimpfen in deren Augen.

Es gibt aber viele Eltern, die deshalb den Kontakt zu den anderen Eltern und somit auch zu den Kindern abbrechen, weil sie sagen, du darfst mein Kind nicht schimpfen. Das ist doch nicht wahr. In dem Moment, in dem meine Tochter, bei jemanden anderen ist, hat der die Verantwortung und wenn eine Rüge notwendig ist, darf das auch ein Nicht-Elternteil. Natürlich im normalen Maße. Ich rede hier nicht von ausfallenden Verhalten und Drohungen usw. sondern ganz normalen Maßregelungen.

Wir sind alle Eltern bzw. Mütter und sollten ein wenig zusammenhalten. Ich muss nicht in jeder Mutter eine Freundin und auch nicht jede sympathisch finden, aber trotzdem sollten wir miteinander reden, wenn es um unsere Kinder geht. Findet ihr nicht? Die einzigen, die am Ende darunter leiden sind die Jungs und Mädels und das wollen wir doch alle vermeiden.

neues Schuljahr
Spielplatz

Wie steht ihr zu dem Thema? Ich freue mich über eure Kommentare. Hier gibt es noch einen interessanten Artikel zum Thema Freundschaften unter Mütter.

Ich wünsche euch einen tollen Tag.

Nicole

Hier geht es zu meinem Beitrag  – Gründe, warum man Kinder bekommen sollte.

Hexen und Prinzessinnen

 

 

 

 

4 Comments

  • Regina

    Liebe Nicole
    Mir geht es wie dir: ich wundere mich manchmal auch…
    Was ich an der ganzen Geschichte extrem wichtig und richtig finde ist, dass man (versucht 😉) nicht zu sehr über die anderen zu urteilen. Meist ist es ja so, dass alle nur das Beste möchten für ihr Kind. Nur denke ich, „das Beste“ bedeutet vielleicht nicht, dass man sämtliche Steine und Hürden aus dem Weg seiner Kinder entfernt. Wenn sie gewisse Situationen und Gefühle als Kind nicht erleben/ durchmachen müssen (dürfen?), wie sollen sie dann als Erwachsene damit umgehen? Solange zB ein Lehrer nicht tätlich wird oder psychischen Druck ausübt (was ein absolutes NoGo ist, und wo auch ich zur Löwin 🦁 würde), dann darf auch er/sie mal einen Fehler begehen, er ist schliesslich auch „nur“ ein Mensch. Dann gehört doch das einfach auch zur Lebensschule, wenn die Kinder mal mit etwas fertig werden müssen. Es ist als Eltern nicht einfach, wenn das Kind traurig oder enttäuscht ist. Ich habe manchmal das Gefühl, ich erleide genau die gleiche Trauer mit. Nur, dann muss ich FÜR das Kind stark sein, ihm zu Seite stehen und zeigen, wie es damit fertig wird, dass das Leben weitergeht. Nicht ihm alles abnehmen, sondern es begleiten und stärken. So sehe ich das…
    Sei ganz herzlich gegrüsst! Und vielen Dank für deinen Blog und deinen Einblick in dein Leben! Du machst alles Richtig!
    Regina

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