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die vorletzte Reise Ewa Kalinowski

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski von Regina W.Egger

*beinhaltet Affiliate Links – Buchwerbung (kostenloses Rezensionsexemplar) – ©der Abbildungen, Beschreibungen und Zitate: FeuerWerke-Verlag


Dieses Buch ist total anders, als die Bücher, die ich sonst so immer lese. Der Klappentext hat mich wirklich neugierig gemacht und ich dachte, es darf ruhig auch einmal etwas Neues sein. Ich wurde auch nicht enttäuscht, denn es ist eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und auch ein wenig hilft, wieder alles mit anderen Augen zu sehen. Das Cover gefällt mir und passt gut zum Buch. Ich danke dem FeuerWerke-Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski von Regina W.Egger

„Die Mahlzeiten nahm ich meistens im Kloster ein. Aß ich doch einmal auswärts, nahm ich nur ein Sandwich oder etwas Obst zu mir. Eigenartigerweise kann ich mich heute an die Speisen, die ich allein, ohne Ewa, aß, nicht mehr erinnern. Aber jener Mahlzeiten, die Ewa und ich zusammen genossen, entsinne ich mich in vielen Details, und zwar deshalb, weil für Ewa das Essen eine so hohe Bedeutung hatte. Auch wenn sie nur noch winzige Portionen zu sich nahm, war jede Speise für sie wie ein Festessen, aber auch wie ein inszenierter Abschied von den geliebten Dingen des Lebens.“ (Zitat: E-Book Pos.1082)

Klappentext:

Ewa ist krank, todkrank. Für sie jedoch kein Grund, Trübsal zu blasen. Ganz im Gegenteil! Sie verkauft ihre Wohnung und begibt sich gemeinsam mit ihrem guten Freund Lukas und ihrem Yorkshire-Terrier Zizou auf eine Reise quer durch Europa. Der Wohnmobil-Roadtrip ist geprägt von Ewas Erinnerungen an ein langes, erfülltes Leben und alles, was sie je geliebt hat. Sie bringt Lukas ihr Faible für alte Kinofilme, Musik und polnische Speisen näher und erzählt von ihrem Großvater, der in ihrer Kindheit immer für sie da war und sie dennoch schließlich bitter enttäuscht hat. Ihr Humor, ihre Lebensweisheiten sowie die Geschichten aus ihrer Heimat Polen begleiten das ungleiche Trio auf diesem großen Abenteuer. Für Lukas wird Ewas vorletzte Reise schließlich zur schwersten Herausforderung seines Lebens. Und für Ewa wird es Zeit, sich vom letzten, großen Geheimnis ihres Lebens zu befreien…

Veröffentlichung:

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski ist am 12.09.2019 als E-Book und Broschur (268 Seiten) im FeuerWerke-Verlag erschienen.

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Bewertung:

Lukas, ein junger Mann, der zwar mit seinem Studium fertig ist, aber keine Perspektive hat, erzählt die Geschichte von Ewa, die er auf ihrer vorletzten Reise begleitet hat. Ewa ist 66 Jahre und hat Krebs. Sie weiß, dass sie bald sterben muss und so will sie nochmal alles sehen, was Erinnerungen in ihr hervorruft, aber auch einige Orte, die sie schon immer mal sehen wollte. Außerdem will sie ihr Leben mit einem Abenteuer abschließen und auch ihr großes Geheimnis verraten.

Für mich war das Buch und vor allem Ewas Geschichte, eine Geschichte zum Nachdenken. Ewa erzählt aus ihrer Kindheit in Polen und auch die Missstände, die dort herrschten. Aber auch zeigt sie uns, wie belastet unsere Welt und das unserer Kinder heute ist. Denn sie kann nicht verstehen, dass Kinder nur noch Computerspiele im Sinn haben und nicht mehr alles so einprägsam erleben, wie sie damals und damit hat sie recht.

Auch die Flüchtlingslage, der Umweltschutz und der 2. Weltkrieg werden angesprochen. Sie erzählt, was sie in ihrem einprägsamen Leben gelernt, gehört und erfahren hat und das alles mit einem leichten Humor und sehr viel Weisheit, was mich manchmal zum Schmunzeln gebracht hat, aber auch zum Staunen, denn sie erzählt es so, als wäre alles erst vor Kurzem passiert und das macht die Erlebnisse greifbarer.

Das Ende war sehr emotional und Ewa hat sich nicht nur einen letzten Wunsch erfüllt, sondern auch noch Lukas´ Leben verändert.  Er hat nachgedacht, sich Gedanken darüber gemacht, wer er ist und sein will. Des Weiteren hat er sich verliebt und Freunde gefunden. Auch wenn Ewa nicht mehr da ist, hat sie ihm mehr hinterlassen, als er jemals zu gedacht hätte. Ich habe mich während des Lesens manchmal gefragt, wo die Geschichte hinführt, aber am Ende war es mir klar und nicht nur Ewa war die Hauptperson, sondern auch ihr Freund Lukas, der diese Reise genauso dringend benötigte, wie sie.

Protagonisten:

Lukas ist ein junger Mann, der mir schon sympathisch war, auch wenn ich ihn gerne geschüttelt hätte. Er glaubt, das Leben sei ein Spielplatz und er braucht keine Freunde, keine Liebe und kommt einfach so über die Runden. Trotzdem ist es natürlich schön, wenn junge Menschen ein wenig genießen und nicht sofort in die ernste Berufswelt einsteigen. Doch Lukas hat keine Perspektive, zwar liebt er das, was er studiert hat, weiß aber nichts damit anzufangen. Erst Collin, den er auf der Reise kennengelernt hat, erklärte ihm seine Möglichkeiten. Ich denke Lukas wird es noch weit bringen und eigentlich würde mich seine Geschichte noch weiter interessieren.

Ewa war Polin und eine wirklich bemerkenswerte Frau. Sie hatte ihr große Liebe, ein Kind, das sie sich gewünscht hat, einen Beruf, den sie gerne machte und ein wirklich gefestigtes Selbstbewusstsein. Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen eine Ewa an ihrer Seite bräuchten. Mit ihr ist alles möglich, bzw. weiß sie was zu tun ist, wenn andere schon am Ende sind. Sie hat das Leben genossen und hinterfragte viel und konnte am Ende auf ein glückliches, erfülltes Leben zurückblicken. Wie viele können das schon von sich behaupten. Auch wenn sie eine Sache bereute so hat sie damit doch irgendwie abgeschlossen und ist in Würde gegangen.

Schreibstil: 

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski ist leicht und flüssig zu lesen. Ich konnte mir alles sehr gut bildlich vorstellen und auch die Geschichten die Ewa erzählte waren interessant. Manchmal zog es sich ein wenig, zum Beispiel während der Fahrten oder wenn sie wieder eine neue Stadt erreichten. Für mich war das etwas langatmig, was aber wahrscheinlich daran lag, dass ich solche Geschichten normalerweise nicht bevorzuge. Trotz dieser Tatsache, hat mir das Buch erstaunlich gut gefallen. Die Geschichte wird aus Lukas´ Sicht, in der Ich-Perspektive erzählt, was ich sehr mochte. So konnte man auch Lukas gut kennen lernen.

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski
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Empfehlung:

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski kann ich eigentlich allen empfehlen, denn es ist eine Geschichte aus dem Leben. Eine die zum Nachdenken anregt und zeigt, wie unterschiedlich Freunde sein können. Sie zeigt, dass man von älteren Menschen so viel lernen kann und ihre Geschichten, die sie manchmal zum gefühlt hundertsten Mal erzählen, doch interessant sind und uns mitteilen, wie wichtig es ist, dass man am Ende seines Lebens auch etwas zu erzählen hat. Denn wer nichts zu erzählen hat, der hat nicht gelebt und wird auch nicht glücklich zurück blicken können.

Ich gebe, die vorletzte Reise von Ewa Kalinowski 4 von 5 Sterne, 

weil mich das Buch zu jeder Zeit unterhalten hat. Weil es mir ans Herz ging und weil es einfach mal etwas anderes war. Einen Stern ziehe ich ab, weil es für mich persönlich zwischenzeitlich etwas langatmig war, was es aber auf keinen Fall für andere sein muss. Denn ich bin überzeugt davon, dass alle, die gerne diese Art von Büchern lesen, begeistert sind und sich niemals langweilen werden. Eine besondere Geschichte über das Leben, über letzte Wünsche und Träume, über Freundschaft, über Weisheiten und über den Tod, der zwar erschreckend ist, aber leider uns alle trifft und deshalb sollten wir daran arbeiten, auf ein glückliches Leben zurückblicken zu können.

Die vorletzte Reise der Ewa Kalinowski

Habe ich euch neugierig gemacht?

Ich wünsche euch einen schönen Tag.

Nicole

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