Die Ewigkeit mit dir – Unser Kennenlernen – Teil 1
Wie versprochen geht es jetzt los. Ich starte mit “unser Kennenlernen – Teil 1” und habe versucht mich kurz zu halten, denn es soll ja nur eine Einleitung sein. Ich hoffe, ich habe es so vermitteln können, wie es war und ihr könnt es fühlen, was ich gefühlt habe. Das heutige Datum ist auch nicht irgendein Datum. Denn heute ist der 3. Am 03.04.25 ist er gestorben uns somit ist er heute schon 14 Monate nicht mehr da. Eine lange Zeit.
Die Ewigkeit mit dir – Unser Kennenlernen – Teil 1
Die Liebe auf den ersten, zweiten und dritten Blick war es nicht, aber die Liebe auf den vierten, fünften und sechsten Blick. Mein Mann war hartnäckig, hatte Geduld und Durchhaltevermögen. Er hatte alle Zeit der Welt, so schien es. Unser Kennenlernen ging an die 4 Jahre. Dazwischen hatten er und ich Beziehungen, aber wir liefen uns immer wieder über den Weg. Im Jahr 2000, am Ende meiner 2. Ausbildung zur Diätassistentin hatte ich ein Vorstellungsgespräch in einer Mutter-Kind-Kurklinik. Mein Mann war dort Hautarzt und leitete die medizinische Abteilung. Zu diesem Zeitpunkt sah ich ihn das erste Mal. Leider gab es noch eine Bewerberin, die ihre Ausbildung schon abgeschlossen hatte und somit den Vorrang bekam.
Ein Jahr später, ich habe mich mit Nebenjobs über Wasser gehalten, bot dieselbe Klinik nochmal eine Stelle an, da die damals eingestellte Dame schwanger wurde und auch nicht wieder zurückkommen wollte. Wilfried war zu diesem Zeitpunkt bereits selbständig und hatte eine Praxis in Straubing, meiner Heimatstadt und auch meinem Wohnort, übernommen. Ich bekam die Stelle und fing im August 2001 dort an. Ein Kurgang dauerte 3 Wochen. Einmal pro Kurgang kam mein Mann als Hautarzt in die Klinik, da es dort jetzt nur noch eine Allgemeinärztin gab. Am Anfang hatte ich keinen Kontakt zu ihm, aber so ab 2003/2004 sah ich ihn oft im Schwesternzimmer. Er machte seine Späße mit uns und irgendwann lud er mich mal zum Essen ein. Ich habe abgesagt, da er 16 Jahre älter war als ich und ich keine Lust hatte mit „einem Alten“, essen zu gehen. Zu dem Zeitpunkt war ich etwa 30 Jahre.
Begegnungen – Unser Kennenlernen – Teil 1
Ich arbeitete nebenbei 2–3-mal in der Woche in einem Lokal, mitten in der Stadt. Es war ein angesagtes Café. Man konnte frühstücken, zu Mittag essen, aber abends auch Party machen und Spaß haben. Fast jeden Mittwochabend kam Wilfried so ab 22 Uhr in dieses Lokal, weil er wusste, ich bin dort. Er trank immer ein leichtes Weißbier und las Zeitung und wenn ich Zeit hatte, unterhielten wir uns. Er kam auch manchmal zum Feiern dorthin. Einmal mit einem Freund an einem Rosenmontag. Das war ein lustiger Abend und wohl sein einziger Morgen danach, an dem er gar nicht in der Praxis erschien, weil er verschlief und auch kein Telefon hörte. Dem Alkohol sei Dank. Ich traf ihn auch ab und zu an der Donau, auf meinem Gassiweg. Er joggte dort gerne oder ging mit seinen “Frauen” spazieren.
2006 nahm ich wieder eine Stelle im Büro an, weil die Klinik, in der ich arbeitete Insolvenz angemeldet hatte und Ende 2006 wechselte ich auch das Lokal, weil dort einfach nicht mehr viel los war. Ich bediente schon eine Weile dort, bis an einem Abend, ziemlich spät, die Tür aufging, ein etwas angetrunkener Gast hereinkam, der mir sehr wohl bekannt war, und meinte: „Siehst du, jetzt habe ich dich wieder gefunden. Ich wusste, dass du hier bist.“ Ab da besuchte er mich eben in diesem Lokal, aber nicht ganz so oft wie früher und eher am Wochenende, wenn er unterwegs war. Natürlich meist spät und immer etwas lustiger gestimmt als sonst. Irgendwann gab er mir seine Nummer und meinte: „Wenn du am Rosenmontag nicht arbeiten musst, dann ruf mich an, dann können wir was zusammen machen.“
Das machte ich erst einmal nicht, denn ich ging mit einer Freundin aus. Die hatte aber einen neuen Freund und ich fühlte mich, wie das 5. Rad am Wagen, also verabschiedete ich mich, nahm mein Telefon und rief ihn an. Er war nicht erreichbar. Der Abend war schon fast gelaufen. Letzte Chance für mich, meine alte Arbeitsstelle. Da ist an diesem Abend immer viel los und ich kannte dort alle Leute. Ich ging durch die Hintertüre rein und da stand er. Mit vielen blonden Frauen und einem Glas Prosecco in der Hand.
Fortsetzung folgt.

Das wird jetzt für viele noch nicht so interessant sein, aber es gehört zu unserer Geschichte und ich erinnere mich so gerne daran.
Bald geht es weiter.
Ich wünsche euch einen schönen Tag.
Nicole

Hier findet ihr nochmal die Erklärung, was ich hier mache. Und das war unser Kennenlernen – Teil 1